WIR STEHEN NEBENEINANDER

BREITET EINE PAPPEL IHR SCHWANKEN
STUMM UND SEELENLOS AUSGESTRECKT
DA SCHMIEDET ER FORT UND FORT
VON UNTEN KOMMT DIE NACHT
JEDER NEHME SEINE BLUME
NACH HERBST SEHNT SICH ALLE NACHT

WIEDER LEBENDIG ZWISCHEN EIN UHR UND MITTERNACHT
UNSERE WÖRTER UNSERE ZEICHEN
EIN GOLD BELADENER ZUG RHYTHMISCHER RÄDER
VOLL TAUSEND FUNKELNDER BÄCHLEIN
FLOCHTEN TAL WOLLEN SOLLT
STIRBT SICH WAS FÜR EINIGE ZEIT

ABER DORT IN JENEM HÜBSCHEN HAUSE
DEN STRASSENLINIEN ENTLANG
GRAUEN FRÜHLING LANGE SCHLEIERN UHR
VOR DEN TAUSEND JAHREN
MITTERNACHT IST LANG VORÜBER
ALS GÄBE ES EINEN ANDEREN WEG

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