GRAUE STREICHE

NACH EINER NACHT DES GEBIRGSREGENS
TAG UND ALLE NACHT LANG
BRINGT DER OSTWIND FROHE KUNDE
AUF EINER TAFEL VERZEICHNET WIRD
VOR SOLCHER AUSSICHT FANGEN WIR GELASSEN
EIN MÄDCHEN SIEHT DAS UNERSCHROCKEN

UND DIE SONNE IN DER WIR ALLEN RUHM KENNEN
IM HASTIGEN DAMPF UND EISENTAKT
DA SPROSSEN VERGESSENE LEIDEN
IST NICHT SEIT GESTERN DER GRASHANG
NACHTS FÄHRT DIE SONNE ZUM MEER
ER HAT SICH NIE VOR FURCHT GEBEUGT

OBEN DECKT ZWAR DER SCHNEE DOCH UNTEN
DAS HINAUFGEHEN EINES MÄDCHENS
HEUTE BRINGEN SIE KEINEN KRANZ FÜR DIE ERHABENEN
UNKRÄUTER DORT ENTLANG SIND VON JAHREN ÜBRIG
WIR STEHEN NEBENEINANDER
DU LERNE LÄCHELN WENN DAS LAUB

< Neuer Versuch >        


Ein Text aus tausend: Die Verspätung des Frühlings. Eine selektive Zusammenfassung. Eine Demonversion für Martina Kieninger.