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Er hatte einst einen Browser entwickelt, mit dem man die Web-Dokumente nicht nur betrachten konnte, wie es heute üblich ist, sondern auch bearbeiten - und zwar gleich dort, wo sie liegen, die nötigen Zugriffsrechte vorausgesetzt. In dem Web, das ihm vorschwebte, konnte man beispielsweise auch Dokumente auf fernen Rechnern einfach mit einem Link versehen, der die Leser zu einem Kommentar führt oder zu anderen Seiten mit weiterführendem Material. Man konnte Anmerkungen einfügen, so wie man an den Rand eines Buches schreibt, und der Erfinder dachte sogar an Arbeitsgruppen, die auf einer Homepage gemeinsam Texte oder Zeichnungen entwerfen. "Es hätte ein sehr interaktives Medium werden sollen; das war die Idee. Aber das ist nicht das, was Sie bekommen haben", sagt Berners-Lee.



"Der Mann, der das World Wide Web erfand"
von Marguerite Holloway
Aus dem Englischen übersetzt von Manfred Dworschak
http://www2.zeit.de/bda/int/zeit/aktuell/artikel/TITEL.TXT.19970815.html