Streng genommen hat Literatur im Internet nichts zu suchen. Sie ist zu langsam und muss naturgemäss mit bloss 26 graphischen Elementen auskommen, die wir schon zu oft gesehen haben. Surfer, die sich trotzdem für Geschriebenes interessieren, kennen das: Der Bildschirm füllt sich mit endlosem alphabetischem Code. Nach wenigen Zeilen ermüden die Augen; später brennen sie. Man löscht mit Augentropfen, deren Kosten noch gering sind gegen die Telefonrechnung, mit der man für das anstrengende Vergnügen bestraft wird. Linus Reichlin http://wettbewerb.ibm.zeit.de/teilnehmer/reichlin/ |