Hans Schiebelhuth

Sonnbrand auf Sand

Sonnbrand auf Sand o matt Streiterin
Hitzt deines Goldhaars schmachtend Bad und mischt
Mit Tränen schlimmen Liebestrank darin
Er hat den Duft von deiner Wang gewischt.

Des grellen stetes Gleichsein schmerzt
Wie küsse ich dich scheu. Du sprachst: "Welch Pein
Wir werden nie ganz ein selbst Todumherzt
Wie Mumien in Oasen glücklich sein."

Aber in deines Haars geläuten Flüssen
Ertrinkt der Geist gern dem wir dienen müssen
Dies Nirgendfinden danach nie du frugst.

Dann lieb ichs durch der Wimpern Tränenpracht
Zu forschen ob mein Herz dies das du schlugst
Fühllos wie Himmelsblau im Steine macht.