Hans Schiebelhuth

Notturne

Du hörst das Herz der Stadt ganz leise pochen
Durch der Paläste Marmorbrust. Der Wind,
Ein Atemzug, streift die Alleen. Ganz leise.
Der tausend Brunnen Schlummerrede rauscht.

Die Flüsse rinnen silbern in das Dunkel,
Die Zeit. Und aus Zypressen trägt der Traum
Verworrnes Wort der eingeschlafnen Sänger.
Der Grillen Laut vermischt sich ganz der Nacht.

Du hast ins Astwerk einer großen Pinie
Dein Saitenspiel gehängt. Du möchtest ruhn.
Stark duftet Lorbeer aus den schwarzen Gärten.
Die schweren Lider hat die Sphinx gesenkt.