MIT SEINEN WINZIGEN FÜSSEN

VOLL TAUSEND FUNKELNDER BÄCHLEIN
ACH WENN ES DOCH IMMER SO BLIEB
TRENNUNG RIEF IN EINE WEITE FERNE
RÄTSELVOLL UND VOLLER LICHT
WO GRASWURZELN WEISSE KNOCHEN UMZIEHEN
WAS DARIN WAR IST DIESER WINTER GEGANGEN

VIEL STUMME FREUNDLICHE GRÜSSE
NUR FLIEGT IN HERBSTESNACHT VORBEI
HIMMEL UND GRÄSER WOGEN
MIT TAUSEND SCHILLERNDEN BÄCHLEIN
EINSAME DOHLEN HABEN IHR LEID GESUNGEN
MIT SCHARFEN SPEEREN GREIFT DIE SONNE AN

VOM STURM BIS EINE GRAUE NACHT
WEM DENN IM HINTERLAND DER SPRACHE
DIE BÄUME WECHSELN NICHT DIE ZEITEN
UND WECKT IN DER BEKLEMMTEN BRUST
ZU TRAURIG KOMMT JEDE ÄNDERUNG
EIN KIND IST NOCH DRAUSSEN IM SCHNEE

< Neuer Versuch >        


Ein Text aus tausend: Die Verspätung des Frühlings. Eine selektive Zusammenfassung. Eine Demonversion für Martina Kieninger.